Der Docht - Die Seele der Kerze

Der Docht, die Seele der Kerze, dient als Transportmedium für das flüssige Wachs. Von der Beschaffenheit und richtigen Auswahl des Dochtes hängt das einwandfreie Abbrennen der Kerze ab, denn diese beiden Komponenten bilden eine Einheit. Die Dochte für die Kerzen werden aus einer Faser, vorzugsweise Baumwolle, zopfartig geflochten. Danach werden sie aufgearbeitet, d.h. gereinigt, präpariert, imprägniert und – sofern erforderlich – gebleicht.

Man unterscheidet zwischen Flachdochten und Runddochten, die je nach Rohstoff und Herstellungsverfahren zum Einsatz kommen.

Die Flechtung übt dabei entscheidenden Einfluss auf die Dochtkrümmung aus. Die Dochtspitze ist im Idealfall leicht gekrümmt und biegt sich zum äußeren Flammenrand, wo Sauerstoff in die Reaktionszone einfließt, sodass eine völlige Verbrennung stattfinden kann.

Das Wachs

KerzenrohstoffeAls Brennmassen für Kerzen werden verschiedene Wachse verwendet. Überwiegend werden Kerzen aus Paraffin hergestellt, einem Wachs, welches zumeist aus Erdöl gewonnen wird. Zum Teil werden Kerzen, auch aus Stearin hergestellt. Dieses Wachs wird aus tierischen und pflanzlichen Ölen und Fetten – also nachwachsenden Rohstoffen – gewonnen. Chemisch gesehen handelt es sich um ein Gemisch verschiedener Fettsäuren.